Vereinshistorie

SVK 1967

Die Mannschaft der „ersten Stunde“ (1967)

Der Sportverein Konz wurde 1967 als eingetragener Verein gegründet von ehemaligen Mitgliedern der Fußballabteilung des ETuS Konz, der zu diesem Zeitpunkt in einer schweren sportlichen und vereinspolitischen Krise steckte und anschließend für rund 25 Jahre vollends von der Fußball-Landkarte verschwand. Der SV Konz hat heute etwa 500 aktive und inaktive Mitglieder, eine stattliche Zahl für einen reinen Fußballverein. Als „Einspartenverein“ ergänzt er in der Stadt Konz das ansonsten sehr reichhaltige sportliche Angebot der TG Konz um die Massensportart Fußball.

Sportlich durchlebte der Verein in seiner noch jungen Geschichte viele Höhen und Tiefen, kam sportlich aber lange nicht aus den unteren Fußballregionen der Kreisligen hinaus; für einen Verein aus einer Stadt mit über 15.000 Einwohnern wurde man in der Vergangenheit vielerorts belächelt wegen der bescheidenen sportlichen Erfolge. Erst in den 1990er Jahren gelingt dem Verein, der, bevor Heinz-Jürgen Klassen 1999 den Vereinsvorsitz übernahm, zuvor 10 Jahre lang von Bernd Henter als 1. Vorsitzender geführt wurde, ein enormer sportlicher Aufschwung. So spielte die erste Mannschaft mehrere Jahre eine gute Rolle –für einen Stadtverein quasi standesgemäß– in der Landesliga.

Nach der Ligareform spielt der SV Konz dann etliche Jahre in der Bezirksliga. Die Reserve (2. Mannschaft) partizipierte ebenfalls vom sportlichen Aufschwung und hat mehrere Spielzeiten in der höchsten Kreisklasse (Kreisliga A) gespielt. Die Erfolge des SV Konz in dieser Zeit sind im sportlichen Bereich eng mit dem Namen Wolfgang Hoor verknüpft. 1995 als Trainer verpflichtet, hat Wolfgang Hoor seine Erfahrungen sowohl als Spieler als auch als Coach höherklassiger Vereine in Konz eingebracht und ‚gewinnbringend‘ in Konz umgesetzt.

Nach einer gut dreijährigen Pause -Trainer in dieser Zeit mit wenig Fortune waren Helmut Gorholt, Mick Golumbeck und Stephan Hartstein – heuerte Hoor im Dezember 2004 wieder beim SV Konz an und setzte seine erfolgreiche Trainertätigkeit bis zum Sommer 2009 fort. Zuletzt schrammte man zweimal denkbar knapp am angestrebten Aufstieg in die Rheinlandliga vorbei. Danach kam mit Peter Löw ein Mann mit Verbandsligaerfahrung nach Konz, der jedoch glücklos agierte und bereits nach einem halben Jahr “das Handtuch warf”. 2010 bis 2012 betreute Patrick Zöllner die erste Mannschaft. Nach dessen Abschied im Dezember 2012 – der SV Konz stand auf einem Abstiegsplatz – wurde die Mannschaft von Stefan Dawen, zuvor Co-Trainer unter Zöllner, erfolgreich gecoacht. In der laufenden Saison wurde knapp die Klasse gehalten, in der Saison 2013/14 gelang dann endlich der erstmalige Aufstieg in die Rheinlandliga. Dort führt seit Beginn der Saison 2014/15 Alexander Stieg, assistiert von Co-Trainern Stephan Schwarz und Eric Wolff (bis 06/2016), die Mannschaft. Nach dem unglücklichen Abstieg am Ende der zweiten Rheinlandliga-Saison spielt die Mannschaft aktuell in der Bezirksliga West. Das Trainerteam bilden die langjährigen Spieler Christian Mai und Stephan Schwarz.

Nachfolger von Heinz-Jürgen Klassen als Vereinsvorsitzender war von 2003 bis 2009 Alfred Weinandy; seit 2009 leitet Werner Götze als Vorsitzender die Geschicke des Vereins. Zweiter Vorsitzender und sportlicher Leiter ist Wolfgang Schwarz.

Neben der rein sportlichen Komponente erbringt der Sportverein Konz eine längst nicht in allen politischen und gesellschaftlichen Kreisen entsprechend anerkannte und gewürdigte soziale Leistung. Hier ist die Jugendarbeit gemeint: Insgesamt etwa 250 Jugendliche, darunter etwa 40% Jugendliche mit Migrationshintergrund, die in insgesamt 15 Mannschaften aktiv dem Fußballsport nachgehen, bilden das Herzstück des  Vereins. Mit erheblicher Unterstützung von überwiegend ehrenamtlich tätigen Trainern und Betreuern, darunter traditionell viele engagierte Väter, werden die vielen Kinder und Heranwachsende nicht nur an den Mannschaftsport Fußball herangeführt, sondern es wird in den unzähligen Trainings- und Spieleinheiten auch ein wichtiger Erziehungsauftrag, ergänzend zu Schule und Elternhaus, erbracht. Modernen Trainingskonzepten folgend, ist der Trainingsaufbau naturgemäß bei den jungen Jahrgängen mehr an der Spielfreude und am spielerischen Umgang mit dem Ball, aber immer mit dem notwendigen Ernst und Disziplin, orientiert. Erst später, etwa ab dem 12. Lebensjahr kommt die wettkampfmäßige Orientierung in Ligaspielen hinzu. So spielen die A-, B- und C-Junioren seit Jahren – mit Unterbrechungen – in überkreislichen Ligen. Das hohe Niveau der vereinsinternen Jugendarbeit hat sich längst herumgesprochen; so kommen nicht wenige Jugendspieler aus den Nachbarorten aus eigenem Antrieb gezielt zum SV Konz, um ihre sportlichen Ambitionen bzw. ihren fußballerischen Ehrgeiz adäquat befriedigen zu können. Seit der Saison 2016/17 bildet die SV Konz für die A- bis D-Jugendmannschaften eine Spielgemeinschaft mit den Nachbarvereinen Krettnach, Oberemmel, Kommlingen, Wiltingen, Kanzem und Wawern.

Ein bedeutsamer Schritt hin zu einem gesunden und vielfältigen Vereinsleben war die Schaffung eines eigenen Vereinsheimes. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt wurde in den Jahren 1993 und 1994 fast ausschließlich in Eigenarbeit der Flachbau des Dusch- und Kabinentraktes beim Stadion aufgestockt. Es entstand ein schmuckes und funktionelles Vereinsheim, in dem bereits zahlreiche Veranstaltungen, von der Mannschaftsbesprechung bis zur Weihnachtsfeier, stattgefunden haben. Ganz nebenbei ist die in Eigenregie betriebene Gaststätte zwischenzeitlich zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden, die zur Finanzierung des großen Angebotes unerlässlich ist. 2007 wurde das Vereinsheim wiederum in Eigenarbeit und mit erheblicher finanzieller Unterstützung der Verbandsgemeinde erheblich erweitert. Anlass der Erweiterungsarbeiten war die Erfüllung von baubehördlichen Sicherheitsauflagen. Neben einem abgeschlossenen Geschäftszimmer mit der heute notwendigen Büro- und Kommunikationsausstattung verfügt das Vereinsheim nunmehr auch über einen großzügigen Besprechungsraum mit Präsentationsmöglichkeiten mittels TV und Video. Der Kabinentrakt wurde um eine weitere Mannschaftskabine und einen großzügigen Umkleide- und Duschraum für Schiedsrichter erweitert.

Auch das für die sportliche Leistung unerlässliche Umfeld kann sich in Konz sehen lassen. Zunächst wurde Anfang der 90er Jahre der marode Hartplatz bei der Saar-Mosel-Halle in einen funktionsgerechten, bei jeder Witterung bespielbaren Kunstrasenplatz umgebaut. Der Kunstrasenbelag wurde im Herbst 2016 zum zweiten mal komplett erneuert und entspricht dem heutigen Stand der Technik. Das Stadion wurde generalüberholt; die Laufbahn generalsaniert und die Tribünen teilweise überdacht. Seit mehreren Spielzeiten präsentiert sich das inzwischen „Saar-Mosel-Stadion“ getaufte Bauwerk als schmucke Sportstätte, die schon manche Lokalderbys, insbesondere gegen den Nachbarn und (lange Zeit sportlichen Rivalen) Krettnach, bei denen auf dem Platz und auf den Rängen traditionell besonders hoch hergeht, schadlos überstanden.

So bleibt zu hoffen, dass der Sportverein Konz auch zukünftig im Mittelzentrum Konz eine wichtige gesellschaftspolitische aber auch sportliche Institution bleibt, in der viele junge und junggebliebene Fußballer ihre sportliche Heimat finden, die in positiv aller Munde bleibt und die es auch von politischer Seite zu unterstützen gilt.