Mittwochsspieltag

Erster Auswärtssieg – Verdienter 2:1 gegen Badem/Kyllburg

Gegen die traditionell schlecht in die Saison startenden Eifelander, ein Urgestein in der Verbandsliga, gelang dem SV Konz der erste Auswärtssieg dieser Saison.

Nach leichten Konzer Vorteilen zu Beginn des Spiels nahmen die Hausherren nach einer Viertelstunde das Heft in die Hand und waren feldüberlegen, ohne jedoch zwingende Torchancen herauszuspielen. Gegen Ende der ersten Halbzeit fand Konz immer besser ins Spiel und kam vor allem über die Außenspieler zu guten Torgelegenheiten. In der 43. Minute konnte Daniel Bobinets, fünf Minuten zuvor für den angeschlagenen Alexander Bargende eingewechselt, einen langen Steilpass gekonnt unter Kontrolle bringen, zog aus ca. 20 Metern ab und traf unhaltbar in den Torwinkel zum 0:1.

Nach der Pause dann der erwartete Angriffsfußball der Heimelf. Gut zehn Minuten lang rollte Angriff auf Angriff Richtung Konzer Tor. Dieses wurde beim Abschluss jedoch entweder deutlich verfehlt oder der fehlerlos aufspielende Dave Kwast im Tor beendete die Bemühungen der Bademer Stürmer erfolgreich – mit einer Ausnahme: gegen einen Schuß des freistehenden Bademer Linksaußen Habscheid aus zehn Metern zum 1:1 war er machtlos.
In der 58. Spielminute hatte dann Torjäger Stefan Becker seine Szene; einen langen Steilpass nahm er im Mittelkreis an, spielte zwei Gegenspieler aus, lief mit Ball in den Strafraum, umkurvte den Bademer Torwart und schob den Ball fast von der Seitenauslinie ins leere Tor.  Danach übernahm der SV Konz endgültig die Vorherrschaft auf dem Rasen und ließ gegen die ruppig zu Werke gehenden Gastgeber kaum mehr etwas anbrennen.

Spielerisch ohnehin überlegen konnte Konz heute auch kämpferisch überzeugen; der Sieg gegen die immer noch punktlosen Kyllburger war verdient.

Eine „Notelf“ muss nicht zwingend ein Nachteil sein: durch kurzfristige Ausfälle (Peter Maasem, Mathis Homburg) ohnehin zum Umstellen gezwungen musste Trainer Stieg nach einer halben Stunde den etatmäßigen Innenverteidiger Bargende wegen Verletzung ersetzen; eine Stunde lang spielen Frank Wacht und Jason Thayaparan den für sie ungewohnten Part in der Innenverteidigung auch unter zeitweilig mächtigem Druck absolut souverän.

Bei vielen Fouls, ruppigem Spiel oder hartem Einsteigen hatte der Schiedsrichter im Eifel-Mosel-Derby alle Hände voll zu tun und traf auch meist korrekte Entscheidungen. Bei einigen entscheidenden Szenen, insbesondere bei langen Bällen auf Steffen Hausen, lag er jedoch aufgrund falscher Abseitssignale des Linienrichters zum Leidwesen der Konzer Gäste daneben.

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Torjubel nach dem zu diesem Zeitpunkt überraschenden 1:0.

(v.l.: Torschütze Daniel Bobinets, Jan Götze, Dominik Güth, Jason Thayaparan, Frank Wacht)