(Noch) keine Wende nach Trainerwechsel  –  Deftige Niederlage in Kröv

Zumindest was das individuelle Engagement angeht, war bei den meisten Konzer Akteuren so etwas wie Aufbruchsstimmung festzustellen, doch von einem Punktgewinn war der SV Konz meilenweit entfernt.

Bei herrlichem Sommerwetter, aber einer merkwürdigen Atmosphäre – auf dem weitläufigen Sportgelände auf dem Kröver Berg verloren sich die etwa 50 Zuschauer regelrecht – ging die Konzer Mannschaft unter Leitung des Neu-Trainers Stefan Dawen energisch zu Werke, gewann im Spiel nach vorne zunächst auch viele Zweikämpfe, kam aber zu keiner einzigen Torchance. Die beiden Routiniers in der Kröver Innenverteidigung ließen bis zur Halbzeit nichts anbrennen. Die erste und bis dahin einzige Chance hatte Dominik Güth. Nachdem er sich links durchgesetzt hatte verfehlte sein Schuss das Gehäuse nur um Zentimeter. Aber auch die Konzer Abwehr stand 45 Minuten lang sehr gut und ließ keinen einzigen Torschuss der Heimelf zu.

Die zweite Halbzeit begann die Konzer Elf erneut furios, doch bereits nach wenigen Spielminuten nahm das Unheil seinen Lauf. Ein Ballverlust im Aufbauspiel nutzte die biedere Kröver Elf umgehend zum Führungstreffer (49.). Bereits fünf Minuten später bekam die Konzer Abwehr einen Ball nicht in den Griff, die Kugel landete beim einschussbereiten Kröver Stürmer, der nur durch eine Foulspiel am Torschuss gehindert werden konnte. Den Strafstoß konnte Jordan Nkamgove noch parieren, gegen den Nachschuss des zweifachen Torschützen Tilmann Meeth war er machtlos. Als kurz hintereinander Kai Peters und Michel Kupper-Stöß verletzt den Platz verlassen mussten, war das Spiel praktisch entschieden. Es war keinerlei Aufbäumen bei der Konzer Elf erkennbar, die Tore zum 3:0 (60.) und 4:0 (82.) waren Beleg für die Selbstaufgabe.
Am Ende stand nach einem schwachen Spiel, das zu keinem Zeitpunkt Bezirksliganiveau aufwies, eine peinliche Niederlage gegen den bereits als Absteiger feststehenden Tabellenletzten aus Kröv zu Buche.  Da die Mitkonkurrenten um den Abstieg, Leiwen und Wallenborn,  punkten konnten, wird es nun ganz eng bei den Bemühungen um den Klassenerhalt.

Ratlosigkeit bei Trainer Stefan Dawen und seinen Co-Trainern Stefan Becker und Benny Dorn

Der reaktivierte und für die letzten 30 Minuten eingewechselte Matthias Götze sorgte noch für Betrieb im Kröver Strafraum

„Wohin mit dem Ball?“ Mevlut Kücükmemisoglu beim Einwurf

Enttäuschung bei Trainer Stefan Dawen nach der Niederlage