Nach zwei Abstiegen in Folge: Wie der SV Konz aus dem Tief herauskam
Artikel aus dem Trierischen Volksfreund vom 3.03.2026
Beim SV Konz haben sie die Winterpause zur Standortbestimmung genutzt – mit einem klaren Ergebnis. „Wir wollen aufsteigen“, formuliert Trainer David Kwast das Ziel für die restliche Saison in der Kreisliga B 11. Nachdem der frühere Rheinlandligist binnen zwei Jahren von der Bezirksliga abgerutscht war, herrschte nach dem großen Umbruch im Sommer zunächst Unsicherheit. Ein schwacher Saisonstart folgte, ehe sich die Mannschaft stabilisierte. Als Wendepunkt gilt das 3:4 Mitte September bei der DJK St. Matthias Trier II, als eine 3:0-Führung verspielt wurde. „Die Spieler haben gemerkt, dass es so nicht weitergeht. Wir haben klar angesprochen, dass jeder Verantwortung für den Verein trägt. B-Klasse ist nicht der Anspruch des SV Konz – auch nicht meiner“, betont Kwast. Es folgten 21 Punkte aus elf ungeschlagenen Spielen. Mit drei Zählern Rückstand auf das Führungsduo SG Wincheringen/TuS Trier-Euren startet der SVK am Sonntag (13 Uhr) mit dem Derby auf der anderen Moselseite bei der SG Zewen II in die restliche Rückrunde. „Die Jungs sind aus dem mentalen Strudel raus. Der Spaß ist zurück“, sagt der frühere Torwart, der seine Laufbahn verletzungsbedingt allzu früh beenden musste.
In der Generalprobe gab es am Samstag ein 3:3 gegen A7-Vertreter SG Weintal-Oberemmel. Nach 3:0-Führung kassierte Konz in der Schlussphase binnen vier Minuten noch drei Gegentreffer. „Zwei Tore fielen nach Standards, da müssen wir cleverer verteidigen“, so Kwast. Die Testspielergebnisse bewertet er insgesamt nüchtern – unabhängig vom 6:2 gegen die SG Kanzem oder dem 0:11 beim Luxemburger Drittligisten FC Jeunesse Junglinster. „In der Vorbereitung probiert man viel aus, Spieler stehen auf ungewohnten Positionen. Zudem hatten wir zu Beginn personelle Engpässe.“
Positiv bewertet der Trainer die Wintertransfers. Angreifer Aleksandar Parhamov kehrte vom Luxemburger Club US Mertert-Wasserbillig zurück. In der Vorsaison war er dort mit 18 Toren und 13 Vorlagen maßgeblich am Aufstieg in die dritthöchste Liga beteiligt. Auch Robin Meyer kam zurück, ist wegen der angespannten Torhütersituation derzeit vor allem zwischen den Pfosten eingeplant. „Er ist aufgrund seiner fußballerischen Qualitäten eine Waffe“, sagt Kwast über den zuletzt für die DJK St. Matthias und davor für die SG Ruwertal etatmäßigen Mittelfeldspieler. Aktuell herrsche ein „offener Kampf“ mit Tom Bürling und Alexander Leonhard um die Nummer eins zwischen den Pfosten. Der vom Ligakonkurrenten FC Könen gekommene Youssef Alhalak – ebenfalls ein Rückkehrer – ist aktuell noch am Fuß verletzt.
