1:3-Niederlage in Badem – da war mehr drin

 
Die Szene, die den Spielausgang wohl entscheidend beeinflusst, spielt sich nach einer Viertelstunde ab: Kai Werner foult den Richtung Tor enteilten Gegenspieler kurz vor dem Strafraum. Schiri Johannes Kirsch, der im weitern Verlauf mit seinen Entscheidungen nicht immer richtig liegt, sieht ihn als letzten Mann und stellt Werner mit einer roten Karte vom Platz.
 
Das Endergebnis stellt nicht den wahren Spielverlauf dar; die mit dem letzten Aufgebot angetretene Konzer Elf – mit Michel Kupper-Stöß sitzt nur ein gesunder Akteur auf der Ersatzbank – ist insgesamt reifer in der Spielanlage, technisch besser und kann die Gastgeber häufig minutenlang in der eigenen Hälfte einschnüren. Was fehlt, sind die für einen Punktgewinn notwendigen Tore.
 
Nachdem der gute Torwart Nkamgove in der Anfangsphase mehrmals beherzt zugreifen muss, um einen Rückstand zu verhindern, erzielen die Eifelaner in der 37. Minute das 1:0 gegen den da bereits dezimierten Gegner. Danach ist Konz am Drücker. Nach einem abgewehrten Torschuss von Kevin Bernard in der letzten Spielminute der ersten Halbzeit landet der Abpraller bei Merlin Weis: dessen Pass kann Kai Peters mit einem Distanzschuss zum Ausgleich nutzen.
 
Bei einem Torschuss von Merlin Weis kurz nach Wiederanpfiff prallt der Ball von einem Bademer Verteidiger ab bis weit in den Mittelkreis. Die aufgerückten Konzer Abwehrspieler können den anschließenden Konter nicht unterbinden und damit die erneute Führung der Bademer nicht verhindern. Konz drängt in der Folgezeit vehement, aber erfolglos auf den Ausgleich.
Auf dem tiefen und schwer bespielbaren Rasen schwinden nach den vielen Angriffsaktionen allmählich die Kräfte der Konzer Akteure; die Heimelf setzt immer häufiger Konter. nutzt ihre numerische Überzahl und kann in der 82. Minte einen zum 3:1-Endstand verwerten.
 
Bester Akteur in Reihen der Konzer Mannaschaft ist heute Nils Noner: in der Defensive nahezu fehlerlos macht er mit präzisen langen Bällen nach vorne viel Druck und leitet unzählige Angriffe ein. Ebenfalls ein richtig gutes Spiel macht Pascal Güth. Nach Wochen verletzungsbedingtem Fehlen spielt er nach der durch den Platzverweis erzwungenen Umstellung auf seiner ehemals angestammten Position als zentraler Abwehrspieler, räumt nicht nur nahezu alles ab, was auf ihn zukommt, sondern ist nach Ballgewinn immer wieder Ausgangspunkt Konzer Angriffsaktionen.
 
Die Bademer Mannschaft war nicht besser als Konz; an ihrem Kirmesspiel kämpften sie allerdings bis zum Umfallen um jeden Ball und waren einfach effizienter bei der Verwertung ihrer wenigen Chancen